Neues Hoftheater Grötzingen

Szenische Lesung mit Texten von Karl Valentin beim Neuen Hoftheater

Sichere Kultur und gute Unterhaltung in Zeiten von Corona. Geht das? Wir denken, ja. Sicherheitsaspekte und anspruchsvolle Unterhaltung müssen sich nicht ausschließen. Da wir aber unsere Produktion ‚Sofies Welt‘ nicht an diese Anforderungen anpassen möchten, ziehen wir kurzfristig eine weitere Produktion vor und beschäftigten uns in einer szenischen Lesung mit einem der bekanntesten deutschen Sprachakrobaten und Komiker.

Karl Valentin wurde 1882 in München geboren. Er besucht eine Varieteschule und absolviert erste Auftritte seit 1897. Sein Werk wird oft auf eine Stufe gestellt mit den Arbeiten von Charlie Chaplin, Buster Keaton, Stan Laurel und Oliver Hardy. Die Arbeiten von Karl Valentin waren prägend und zukunftsweisend wie z.B. seine ersten Gehversuche im Film mit Vertonungen, die parallel zu Chaplins Entwicklung verliefen. Viele Größen der deutschen Unterhaltungsbranche wurden von Valentins Werken beeinflußt und waren in seinen Vorstellungen. Mit Bertold Brecht verband Valentin ein freundlicher Umgang, der auch in eine gemeinsame Filmarbeit mündete. Kurt Tucholsky war regelmäßig in seinen Aufführungen und äußerte: „Mit Valentin beginnt die seltsamste Komik, die wir seit Langem gesehen haben: ein Höllentanz der Vernunft um beide Pole des Irrsinns.“ Auch Samuel Beckett fand bei Valentin Anregungen für seine späteren Arbeiten. Bis hin zu Komikern wie Helge Schneider oder Gerhard Polt sind Facetten zu entdecken, die auf Ideen und Konzepte von Karl Valentin zurück gehen.

Diese Produktion wird im Oktober in der Begegnungsstätte Grötzingen zu sehen sein. Im großen Saal werden wir wieder Kultur mit ausreichend Abstand bieten können. Karten können ab sofort hier auf der Webseite reserviert werden.


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Hoher Besuch im NHG

Zur Premiere von ‚Fräulein Smilla‘ durfte das NHG Herrn Tom Hoyem im Saal begrüßen. Tom Hoyem ist nicht nur ehemaliger Leiter der Europaschule Karlsruhe und internationaler Wahlbeobachter, sondern er ist als dänischer Grönlandminister a.D. über mehrere Jahre genau mit dem Thema unserer aktuellen Produktion befasst gewesen. Auch den Romanautor Peter Hoeg kennt er persönlich.

Im Rahmen der erstmals öffentlichen und gut besuchten Premierenfeier ließ er es sich nicht nehmen, seine Begeisterung über die Inszenierung zu äußern, sondern er erzählte auch aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz aus dieser Zeit und um dieses Thema. Mit dabei hatte er einen originalen Kryolithstein zum Anfassen. Wir bedanken uns für den sehr sympatischen Besuch und die tollen Momente, die dieser im Laufe des Abends mit sich brachte.


Wir sind Mitglied im:

Bund deutscher AmateurtheaterLandesamateurtheaterverband Baden-Württemberg

ARGE der Grötzinger Vereine und Kulturschaffenden


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